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WERKSTATT FÜR TAFELMALEREI
In unserer Werkstatt für Tafelmalerei wollen wir uns intensiv
mit der "Mehrschichtigen Malerei" beschäftigen und verwenden
dazu hauptsächlich Materialien, die uns eine schnelle, effektive
und hochwertige Arbeit ermöglichen.
Die Holztafeln zum Bemalen werden von Ihnen am 1. Samstag selbst
vorbereitet.
Diese, mit Leinen überzogenen, mehrfach grundierten und
geschliffenen Tafeln bilden die „Grundlage“ und
„Grundvoraussetzung“ einer soliden, haltbaren und wertvollen
Malerei. Die Bemalung erfolgt in mehreren Schichten und Lasuren.
Sie lernen die Anwendungen der Imprimitur, Untertuschung,
Untermalung, Lasurtechnik und Weisshöhung kennen. |
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Das Handwerk der Kunst wurde früher durch den
Anschauungsunterricht eines Meisters gelehrt. Die Schüler gaben
jeweils ihre Erkenntnisse und eigenen Erfahrungen weiter. So
sammelten sich mit der Zeit maltechnische Kenntnisse an, von
deren Ausmaß wir uns, da diese Überlieferungen weitgehend
verloren gegangen sind, keine Vorstellungen mehr machen können.
Mit gezielten Übungen wollen wir uns diesem Handwerk wieder
nähern, vor dem wir momentan nur mit offenem Mund staunend
verharren. Uns stehen Unmengen an hervorragenden Materialien und
Hilfsmitteln zur Verfügung. Wir sind in der Lage, mit
Bildbearbeitungsprogrammen, innerhalb von Sekunden,
Veränderungen an einer Skizze durchzuführen. Schnell trocknende
Malmittel, hochwertige, lichtbeständige Farben und Lacke, die
uns schnellere Arbeitsweisen ermöglichen, sind vorhanden. Kaum
vorstellbar, zu welchen Leistungen die „Alten Meister“ damit in
der Lage gewesen wären.
Gegen Ende des 14. Jahrhunderts begann die "große" Zeit des
Leinwandbildes. Größere Formate und der Handel mit Bildern
machten ein Malen auf Holztafeln (Tafelmalerei) immer
schwieriger. Der Größenwahnsinn in der Kunst, der Verfall der
Malkultur und gleichzeitig der Kampf um den Erhalt der
Leinwandbilder begann im
19. Jahrhundert. Heute haben wir, von
den Transportmöglichkeiten ganz abgesehen, stabile, leichte
verleimte Holztafeln in fast allen Größen zur Verfügung. Dennoch
klammern wir uns an billige Leinwände und „oberflächliche“
Maltechniken, die mit Sicherheit die nächsten 500 Jahre nicht
überdauern werden.
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